Nebenwirkungen von Medikamenten führen zu chronischem Schnupfen, verstopfter Nase oder chronischer Sinusitis

Es ist allgemein bekannt, dass Medikamente Nebenwirkungen haben. Einige von Ihnen beeinflussen die Nase und insbesondere die Nasenschleimhaut. Findet man keine Ursachen für Beschwerden der Nase, sollte genau nach eingenommenen Medikamenten geforscht werden. Der Beweis ist dann erbracht, wenn die Beschwerden in der Nase nach Absetzen des Medikaments besser werden.

Ist die Nasenatmung blockiert, so kann dies mit Antidepressiva zu tun haben. Besonders die so genannten tri- und tetracyclischen Antidepressiva können für eine verstopfte Nase in Frage kommen. Hervorzuheben seien dabei: Anafranil, Aponal, Saroten und Tofranil. Diese Substanzen wirken direkt auf die Nasenschleimhaut, indem sie die Nassenmuscheln schneller anschwellen lassen.

Aber nicht nur diese Antidepressiva wirken negativ auf die Nasenatmung. Insesondere Migränemittel, die Dihydroergotamin enthalten führen ebenfalls zu einer verstopften Nase.

Zu trockener Nasenschleimhaut führen insbesondere Medikamente aus der Familie der Antidepressiva, ACE Hemmer und Anticholinergika. Gerade ältere Menschen, deren Schleimhaut sowieso nicht mehr so gut funktioniert, leiden gehäuft unter dem Symptom der trockenen Nase. In der Nase entstehen dann auch lästige Borken. Natürlich führen diese Substanzen auch zu trockener Schleimhaut im Mund. Symptomatisch kann man sich mit einer Nasensalbe oder Nasenemulsion behelfen.

Wenn möglich, sollten die Medikamente ab- oder umgesetzt werden.

Vorsicht bei frei verkäuflichen Nasenölen! Nicht jedes „China“ – Öl hilft in der Nase!

Viele Betroffenen berichten erst auf genauerem Nachfragen, dass sie regelmäßig „China“ – Öl oder andere ätherische Stoffe verwenden. Diese Stoffe können gefährlich für die Nasenschleimhaut sein und erhebliche Probleme verursachen. Sie können die Schleimhaut dauerhaft schädigen und die Funktion der Nase gefährden.

Neben der verstopften Nase berichten Betroffene über wiederkehrendes Nasenbluten oder sogar ein Loch in der Nasenscheidewand.

Auch die oft empfohlenen Kamille Inhalationen sollten nur bei einer Nebenhöhlenentzündung oder Schnupfen mit starkem Sekret angewendet werden.

Sollten Sie jetzt den Verdacht haben, dass Ihre Beschwerden auf Medikamente zurück zu führen sind, wenden Sie ich an den Hals- Nasen- Ohrenarzt Ihres Vertrauens. 

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